08.10.2026
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19:00
Uhr
ZAP,
Brig
Vom Geissbub zum Nationalrat: Die bewegte Vergangenheit eines sozialistischen Vorkämpfers, der die Weichen für eine gerechtere Zukunft stellte und bis zu seinem Tod
für seine Überzeugungen kämpfte.
Zum Autor:
Urs Grässlin ist 1947 in Basel geboren. 1968, zurück von einem Studienaufenthalt in Moskau
und innerrussischen Reisen, begibt er sich auf die Spuren seines verstorbenen Grossvaters
Marino Bodenmann. Auf der Suche nach neuen Herausforderungen wird er 1975 im Tessin Projektleiter in einer Baufirma und ist über 30 Jahre im Bereich Lüftungssteuerungen und
Sicherheitsanlagen in Strassentunnels tätig.
Pensioniert, reifte in Grässlin das Projekt, Leben und Wirken von Marino Bodenmann und seiner Ehefrau Anette Kirschbaum und deren Familie aufzuarbeiten.
Zum Buch:
Marino Bodenmann, 1893-1964, ist in Fiesch im Oberwallis als Halbwaise in ärmlichsten Verhältnissen aufgewachsen. Als Geissbub hat
er bei der Ernährung seiner Bergbauernfamilie mitgeholfen. Nur mit einfachster Schulbildung emigriert er 1912 als Hotelkellner nach Neapel.
1915 kehrt er als Sozialist zurück und trifft im roten Grenchen, zukunftsweisend, die Familie
des russischen Berufsrevolutionärs Josef Kirschbaum
und Willi Münzenberg. 1919 gründet
er in Berlin den Kommunistischen Jugendverband
mit und wird 1921 zum ersten Sekretär
der Kommunistischen Partei der Schweiz KPS gewählt, um dann als Vertreter der Schweiz im Jahr 1922 im exekutivkomitee der Kommunistischen
Internationale in Moskau mit Generalsekretär Lenin am Tisch zu sitzen und am Aufbau
der kommunistischen Weltbewegung mitzuarbeiten.
Treu seiner eigenen Überzeugung kämpfte er für eine Volksfront gegen den Faschismus und zeitlebens für soziale Gerechtigkeit, internationale
Solidarität, Frieden und Freiheit