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Bulletin vom Montag den 30.03.20, 09:00
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INHALT
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Walliser Nachrichten
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WALLISWETTER
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30.03.2020, 09:00

Allgemeine Lage
Am Montag gelangt hinter der Kaltfront mit teils starker Bise Polarluft in die Schweiz. Ab Dienstag setzt sich sonniges Hochdruckwetter durch. Die Temperaturen steigen aber nur zögerlich an.
  • Wetter: Ab Montagabend lassen die Niederschläge langsam nach. Montagnacht halten sich noch zahlreiche Restwolken, erst am Dienstag ist es wieder freundlicher und nach Auflösung von Hochnebelfeldern verbreitet sonnig. Bis Freitag herrscht dann sonniges Hochdruckwetter. Die Temperaturen steigen von Tag zu Tag etwas an und erreichen ab Donnerstag wieder frühlingshaftes Niveau.

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VERKEHR
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IN MEMORIAM
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VERANSTALTUNGEN HEUTE
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BULLETIN INHALT
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WALLISER NACHRICHTEN
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Brig/Domodossola: BLS fährt weiterhin
30.03.2020, 08:32

Solange die italienischen Behörden der BLS kein Fahrverbot erteilt, wie sie es bei der SBB am Sonntag taten, fährt die Bahn weiterhin von der Schweiz nach Italien. Am Sonntag hat die SBB mitgeteilt, dass sie nicht mehr von der Schweiz nach Italien fährt. Dies betrifft auch das Wallis. In Brig würden die Züge in Zukunft nur mehr wenden und nicht mehr durchfahren. Für die BLS, die immer noch täglich von Domodossola in die Schweiz fährt, kommt dieses Vorhaben derzeit nicht infrage. "Wir stehen in engem Kontakt mit den italienischen Behörden. Bis jetzt haben wir keine Instruktionen bekommen, dass wir den Verkehr ebenfalls einstellen sollen", sagt der Mediensprecher Stefan Dauner am Montagmorgen auf Anfrage von rro. Die BLS fährt derzeit ein absolutes Minimalangebot. Dieses sei für jene Grenzgänger da, die arbeiten gingen. Die Lage könne sich jedoch jederzeit ändern. Für Dauner ist aber klar: "Wir machen das, was uns die Behörden sagen werden."/sr 

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Wallis: Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Wirtschaft
30.03.2020, 07:01

Die Corona-Krise macht auch vor der Wirtschaft keinen Halt. Der Chefökonom der Walliser Kantonalbank Daniel Rotzer schätzt die aktuelle Situation im Gespräch mit rro ein. Auch die Wirtschaft wird von der aktuellen Corona-Krise nicht verschont. Dies wirft verschiedenste Fragen auf und bringt Verunsicherung und Mutmassungen mit sich. So geht Avenir Suisse zurzeit davon aus, dass ein Shutdown die Schweiz pro Monat rund 30 Milliarden Franken kosten würde. Umgerechnet hiesse das für das Wallis, rund eine Milliarde an Einbussen pro Monat. Daniel Rotzer, Chefökonom der Walliser Kantonalbank, schätzt das Ganze etwas milder ein. Die Denkfabrik gehe von einem kompletten Shutdown, wie in Italien mit 50 Prozent Einbussen, aus. In der Schweiz sehe die Situation jedoch zurzeit anders aus, sagt Rotzer. "Wir gehen davon aus, dass wir rund 25 Prozent einbüssen. Das würde für das Wallis 380 Millionen Franken bedeuten." Die tiefere Einschätzung der Einbussen lasse sich laut Rotzer darauf zurückführen, dass der Bundes- und Staatsrat an die Vernunft der Bevölkerung appelliert habe, die verordneten Massnahmen einzuhalten. Dies habe zur Konsequenz, dass weniger Sektore haben geschlossen werden müssen. Ausserdem sei die Anzahl der Neuinfizierten seit Mitte März relativ stabil, was wiederum positive Einschätzungen zur Folge habe, so Rotzer. Weiter stehen öfters die verfügbaren 750 Milliarden Franken der Nationalbank im Mittelpunkt von hitzigen Diskussionen. Das Geld müsste genutzt werden, um die wegen der Corona-Krise entstandenen finanziellen Hürden zu beheben, so die Stimmen. Auch hier relativiert Rotzer. Es handle sich dabei nicht um Geld, dass verdient wurde - vielmehr wurde es per Knopfdruck kreiert, um Euro zu kaufen und damit den Schweizer Franken abschwächen zu können. Als Beispiel nennt Rotzer den Norwegischen Staatsfonds. Dort habe man Öl verkauft und damit ein Vermögen aufgebaut. Die Schweiz sei damit nicht vergleichbar. Das seien zwei verschiedene Dinge. "Meiner Meinung nach ist es zudem nicht die Aufgabe der Nationalbank, zu entscheiden, welche Akteure unterstützt werden sollten." Vielmehr sei das die Aufgabe des Bundes und der Kantone. Die Nationalbank hingegen sei zur Untersützung des Finanzsystems als Ganzes verantwortlich, führt Rotzer weiter aus.Fredy Bayard, Verleger von Mengis Druck und Verlag, legte kürzlich im Rahmen eines Interviews ein Konzept mit zwei Säulen vor. Demnach sollten einerseits alle Kurzarbeitsentschädiung erhalten, die in die AHV einbezahlt haben, 100 Prozent Lohn erhalten. Damit würde faktisch niemand mehr durch die Maschen fallen. Zweitens sollten alle Unternehmen, die Kredite beanspruchen, diese nur zurückzahlen müssen, wenn sie aufgrund der Steuerrechnungen der Jahre 2018 bis 2022 weniger Verluste als angegeben erlitten haben - oder die Gewinne nachholend wettmachen konnten. Daniel Rotzer stimmt dem zweiten Punkt nicht ganz zu. Seiner Meinung nach berge diese Strategie bezüglich der Rückzahlung von Krediten das Risiko von Fehlanreizen in sich. "Ich würde begrüssen, dass man zunächst abwartet, wie sich das alles in finanzieller Hinsicht entwickelt." Im Nachhinein könne dann bestimmt werden, inwiefern die Kredite zurückgezahlt werden müssten, so Rotzer./mz

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Saas-Grund: "Es hat mich stark mitgenommen"
30.03.2020, 04:43

Infiziert mit dem Coronavirus, verbrachte Bruno Ruppen die vergangenen zwei Wochen daheim. Sein Krankheitsverlauf zeigt: Covid-19 ist alles andere als harmlos. Man hört es an seiner Stimme durch das Telefon. Sie klingt ausgereizt durch den Husten, geschwächt von Covid-19, wie die durch das Coronavirus verursachte Krankheit offiziell heisst.Bruno Ruppen ist noch nicht der Alte, aber auf dem Weg dorthin zurück. Seit Sonntag dürfte er wieder das Haus verlassen. Zwei Wochen lang verharrte er hier in Selbstisolation. Aber er will es nun ruhig angehen lassen. Nach der Atemwegsinfektion ist die Lunge immer noch müde. "Es hat mich stark mitgenommen", sagt Ruppen.Der Gemeindepräsident von Saas-Grund hat keine Mühe, über die Krankheit zu sprechen. Im Gegenteil: Er sieht es als Möglichkeit, der Bevölkerung nochmals dringend die Hygiene- und Schutzmassnahmen des Bundes in Erinnerung zu rufen. "Bleibt, wenn immer möglich, zu Hause und meidet direkte Kontakte! Diese Krankheit ist nicht zu unterschätzen."Bruno Ruppen hat keine Vorerkrankung, ist aber 66. Damit gehört er just zur Risikogruppe. Er legt deshalb grossen Wert darauf, seine Altersgenossen zu warnen. Zumal sich viele im angehenden Pensionsalter fit fühlen und daraus schliessen, dass das Virus an ihnen problemlos vorbeigehen wird. Auch er habe so gedacht. Anfangs habe er auch gar keine typischen Symptome gehabt, kein Fieber, keinen Husten. Nur das Essen und alles andere schmeckte plötzlich nach nichts mehr.Doch der Geschmacksverlust war erst der Beginn. Später dann wurde es richtig deftig, blickt Ruppen zurück. Er litt unter Appetitlosigkeit, Gliederschmerzen und war sehr müde. "Die Symptome waren doch wesentlich heftiger als bei einer normalen Grippe." Weil er dann nichts mehr ass und trank, musste er vorübergehend sogar kurz ins Spital, wo man ihn an den Tropf gehängt hat. Auch seine Frau sei infiziert gewesen, sagt Ruppen. Da sie aber zwölf Jahre jünger ist als er, habe sie das Virus besser überstanden. "Das Alter kann bei Covid-19 tatsächlich eine entscheidende Rolle spielen." Ruppens Erfahrungen decken sich mit den bisherigen Daten der Wissenschaft. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Krankheit problematisch verläuft, steigt ab 65 Jahren an.Ruppen betont aber nicht nur die körperlichen Folgen der Krankheit. Auch psychisch sei sie gar nicht so einfach wegzustecken. Man kenne ja die Bilder aus Italien, wo Menschen an Beatmungsgeräten ums Überleben kämpfen. Das alles könne einem in so einer Situation dann schon zusetzen. Ruppen spricht von "Angstzuständen", als die Krankheit bei ihm den Höhepunkt ihres Verlaufs erreicht hatte. "Wichtig ist aber, dass man trotzdem versucht, ruhig zu bleiben." Er habe dann auch mehrmals die kantonale Corona-Hotline kontaktiert. Die Beratungen hätten ihm sehr geholfen.Nun scheint Ruppen über den Berg zu sein. Wie er sich angesteckt habe, könne er nicht mehr rekonstruieren. Ruppen, Tausendsassa in Saas-Grund, sitzt bekanntlich in verschiedensten Gremien. Gemeinde, Bahnen, Stiftungen – da habe es schlichtweg zu viele Kontakte gegeben, um den einen festzumachen, der zur Infektion geführt haben könnte./dab

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Wallis: 21 Corona-Opfer
29.03.2020, 18:09

Im Kanton Wallis hat die Opferzahl des Coronavirus bis zum Sonntag 21 erreicht. In den vergangenen drei Tagen kamen sechs Tote hinzu. Bis am Sonntag sind im Kanton Wallis 21 Menschen wegen des Coronavirus gestorben. Laut dem letzten Bulletin des Kantons befinden sich im Wallis derzeit 110 Personen wegen einer Corona-Infektion in Spitalpflege. Von den Hospitalisierten brauchen 19 Intensivpflege, 15 von ihnen sind an Beatmungsgeräten. Trotz aller eingeleiteten Massnahmen steigt die Zahl der Erkrankten, die Spitalpflege brauchen, nach wie vor an.Aktuell sind im Wallis 902 Fälle von Coronavirus registriert. Das waren 114 Fälle mehr als am Tag zuvor.Der Kanton Wallis ist der Kanton mit den fünftmeisten Corona-Infizierten in der Schweiz. Lediglich die Kantone Waadt (2936 Fälle / 55 Tote), Genf (2282 / 27), Tessin (1727/ 87), Zürich (1720 /15) weisen derzeit mehr Corona-Fälle aus./zen

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Schweiz/Italien: Keine Züge nach Italien
29.03.2020, 16:37

Die SBB fährt mit ihren Zügen nicht mehr nach Italien. Endstation ist neu Brig und nicht mehr Mailand. Die SBB hat den grenzüberschreitenden Reiseverkehr von und nach Italien wegen Anordnungen der italienischen Behörden bis auf Weiteres eingestellt, wie die Bahn am Sonntag auf Twitter mitteilte. Der Güterverkehr ist von dieser Massnahme nicht betroffen.Grenzüberschreitende S-Bahn-Züge werden an den Bahnstationen in der Schweiz gewendet, hiess es bei der SBB-Medienstelle auf Anfrage. Die SBB verweisen auf den Online-Fahrplan, dieser werde laufend aktualisiert.Nebst dem grenzüberschreitenden Regionalverkehr sind drei EC-Züge betroffen: Die Strecke Basel-Brig-Mailand, Genf-Brig-Mailand und Zürich-Mailand. Diese Züge werden in Brig respektive Chiasso gewendet./sda






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VERKEHR
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Saturday

S P E R R U N G E N

SUSTEN-GAMPEL
Am Dienstag, 31. März ab 20 Uhr bis Mittwoch, 1. April um 5 Uhr. Sowie am Mittwoch, 8. April ab 20 Uhr bis Donnerstag, 9. April 5 Uhr. Umleitung via Kantonsstrasse.

WINTERSPERRE
Pässe Furka, Grimsel und Nufenen
Zermeiggern-Mattmark
Fafleralp
Turtmanntal
Bürchen-Egga-Moosalp-Egga

B E H I N D E R U N G E N

BAHNVERKEHR
Strecke Visp-Spiez. Es muss mit Verspätungen, Ausfällen und Umleitungen gerechnet werden.





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IN MEMORIAM
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Ursula Scherer-Otten (31.12.1939), Zermatt





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Albertine Gertschen-Schwery (18.08.1928), Naters





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Herbert Zurbriggen-Zurbriggen (17.08.1939), Saas-Grund





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Trudy Stoffel-Benz (20.02.1948), Raron





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Isabell Passeraub-Eberhardt (02.05.1934), Gampel





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Werner Bodenmüller-Chanton (20.12.1933), Brig-Glis











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VERANSTALTUNGEN HEUTE
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Saas-Fee Filmfest (SFFF), ABGESAGT
30.03.2020, Uhr
Kulturhaus, Saas-Fee

Kino Capitol, GESCHLOSSEN
30.03.2020, Uhr
Brig
http://https://www.kino-oberwallis.ch/

Kino Astoria, GESCHLOSSEN
30.03.2020, Uhr
Visp
http:///www.kino-oberwallis.ch/